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Mittwoch, den 15.07.2020
Voith und PTS Heidenau setzen einen neuen Standard bei der Ermittlung von Stickies und nicht-klebenden Verunreinigungen mittels Nahinfrarot-Messtechnik

In Zusammenarbeit mit der Papiertechnischen Stiftung (PTS) Heidenau führt Voith ein neues Messverfahren zur Erkennung von unerwünschten, klebenden Verunreinigungen, sogenannten Stickies, ein. Das Messverfahren, nach dem Sticky-Messungen mittels Nahinfrarot-Kamera durchgeführt werden können, erleichtert die zuverlässige Ermittlung von Verunreinigungen entlang des Papierherstellungsprozesses und bietet sowohl eine höhere Messgenauigkeit, als auch ein breiteres Anwendungsspektrum im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren. Die technische Regel wurde kürzlich als DIN SPEC 6745 veröffentlicht.

Höhere Messgenauigkeit und breiteres Anwendungsspektrum
Im Vergleich zu den in der Papierindustrie etablierten Verfahren ermittelt die Messtechnik mittels Nahinfrarot (NIR) umfangreichere Informationen der Verunreinigungen mit einer hohen Messgenauigkeit. Die gemessenen spektralen Informationen werden mit Werten von bekannten Verunreinigungen verglichen und zugeordnet, wodurch die Verunreinigungen basierend auf ihrer chemischen Zusammensetzung weiter klassifiziert werden können. Des Weiteren können neben klebenden auch nicht-klebende Verunreinigungen mit der neuen NIR-Messtechnik erkannt und klassifiziert werden.

Zuverlässige Ermittlung unter reduziertem Laboraufwand
Das neue Messverfahren ermöglicht eine deutlich zuverlässigere Informationsermittlung bei gleichzeitig reduziertem Laboraufwand. „Durch die Sticky-Messung mittels NIR-Messtechnik können Sticky-Bilanzen bereits bei Einzelmessungen zuverlässig und mit ausreichender Genauigkeit aufgestellt werden", sagt Dr. Linus Friedrich, Senior Manager R&D Fiber Systems bei Voith Paper. „Dies ist mit etablierten Methoden aufgrund der großen Streuung der Ergebnisse nur bedingt möglich und zeigt einen der technologischen Vorteile der neuen Sticky-Messtechnik."

Da bei dem neuen Messverfahren auf Laborblätter zurückgegriffen wird, die durch einen Laborblattbildner erstellt werden können und sowohl Fasern als auch Stickies enthalten, entfallen zahlreiche Zwischenschritte bei der Probenvorbereitung. So müssen die in einer Stoffprobe enthaltenen klebende Verunreinigungen beispielsweise nicht mehr aufkonzentriert werden, um diese analysieren zu können. Die Vorbereitungszeit für die Laborblattbildung ist deutlich kürzer und die Messung weniger fehleranfällig als bei herkömmlichen Verfahren. Dabei können mittels des neuen NIR-Messerverfahrens neben Stoffproben auch Fertigpapierproben ausgewertet werden.

Weitere Informationen:
www.voith.com

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Letzte Aktualisierung am 20.09.2020
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